ich, ich, ich

Mein Leben ist durchaus lustig. Manchmal etwas tragisch. Öfter mal verwirrt. Aber spannend. Aber immer scheint mir die Sonne aus dem Arsch. Doch wozu taugen die Geschichten aus meinem Leben?

Für ein Buch? Wohl kaum. Erstens würde es niemand verstehen, zweitens würde die Situationskomik verloren gehen und drittens, wer will denn freiwillig ein Buch von einem 25-jährigen aus dem Osten lesen?

Ein Film? Oh das wäre toll. Über rote Teppiche laufen, Autogramme geben, Hotelzimmer zertrümmern, Groupies ficken und Alkohol soweit der Magen trägt. Aber wie soll ich denn mein Leben in 90 Minuten unterbringen? Außerdem will ich nach ein paar Jahren den Film nicht mit Werbung zerstückelt im TV sehen. Also nein. Aber den Teil mit den Hotelzimmern, Groupies und Alkohol können wir auch so machen.

Ein Blog. Das wäre eine großartige Idee. Ein ganzer Blog über mich. Der noch über meinen Tod hinweg besteht und wo sich die Menschen in 300 Jahren fragen, wer der Kerl denn wohl war, dass er so ein Leben gelebt hat. Aber mal ehrlich, wer schreibt heut zu Tage denn schon über sein Leben in einem Blog? Das ist so Zweitausenddreiig.

Twitter. Grandiose Erfindung. Allen scheiß soweit kürzen, dass es in 140 Zeichen passt und man es am Ende selbst nicht mehr versteht. Ist ja noch eine bescheuertere Idee als ein Buch.

Ist also alles scheiße. Und da dass dann hier auch keinen Sinn mehr hat, mach ich den Blog dicht und stürze mich von der Teppichkante.

Moment. Ich schnappe mir meine Kamera und erzähle meine Gesichte mit Bildern. Zumindest einen Teil.

Guten Tag, dass ist mein Leben.

08. Oktober 2011 by Morten | Kategorie: Wahnsinn & Alltag | Schlagwörter: , , , , , ,

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