Morten
Es gibt so Tage, da scheint einem die Sonne nicht nur ins Gesicht, sondern auch aus dem Arsch. Dann wird es Zeit sich nackig in den Stadtpark zu stellen, “Hallo Nimmerland!” zu rufen und anschließend die schwedischen Gardinen mit den Zähnen durch zu knabbern. Yeah, that’s life! Steigen Sie bitte in die Zeitmaschine, die links von Ihnen steht, ein. Denn es wird Zeit mich vorzustellen.

Unser erster Schauplatz ist das Jahr 1986, ein kleines Städtchen in Mitten Mecklenburg-Vorpommerns. Ein kleines, ungeduldiges, schleimiges Etwas dringt unaufhaltsam auf die Welt und schleudert sich direkt selbst gegen die Wand. Wenige Sekunden später diagnostizieren hochgradig professionell geschulte Ärzte dieses Etwas als Arschloch Mann. Seine kreativen Eltern gaben auf der Zielgeraden noch einmal alles und wählten den einzig wahren Namen für diesen wandelnden Zwerg aus – Morten.
Innerhalb der nächsten 6 Jahre war ein Tag aufregender als der Andere. Eines Tages übergab er der Polizei den Boggeyman und erlöste so alle Kinder dieser Welt! Doch dann kam der Tag, an dem sich alles änderte – die Einschulung. Sein Leben war abrupt vorbei und er musste die nächsten 10 Jahre hinter der Schulbank verbringen.
Nach dem Abschluss, 2003, begann er seine erste Ausbildung zum Kaufmann für Bürokommunikation. Danach arbeitete er mal hier und mal da. 2009 wollte ihn dann Vaterstaat zum Dienst an der Waffe zwingen, da auch das Verstecken unterm Bett nichts half, stellte er einen Antrag auf Anerkennung als Kriegsdienstverweigerer und leistete stolz seinen Zivildienst in einem Behindertenheim ab.
Da es ihm dort außerordentlich gut gefiel, hängte er gleich eine zweite Ausbildung hinten ran. Zum Altenpfleger. Ein Beruf der unterschätzt wird. Seine Mission ist damit eindeutig: die Weltherrschaft an sich zu reißen. Die Umsetzung beginnt hier. Doch das ist viel zu gefährlich.
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