Opa, ich vermisse dich.
Am Morgen des 18. Dezember 2010 ging es dir schlecht. Dir ging es so schlecht, dass Oma den Krankenwagen rief der dich dann sofort ins Krankenhaus brachte. Vorweihnachtliche Notbesetzung. Du wirst grob untersucht und dann auf eine Station in ein Zimmer abgeschoben. Dort liegst du bis zum 27. Dezember 2010. Mal geht es dir besser, mal geht es dir schlechter. Nur schlecht Luft bekommst du jeden Tag.
Am Morgen des 27. Dezember 2010 wird aufgrund deiner Vorgeschichte dein Herz genauer untersucht. Da ist alles in Ordnung. Du bist so froh. Du sagst noch: “In 2 Tagen bin ich zu Hause.” Dir geht es besser, dass schlimmste scheint überwunden.
Am 28. Dezember 2010 geht es dir wieder schlecht. Schlechter als sonst. Dein Bettnachbar ruft die Schwestern, die holen einen Arzt. Dein Herz hat aufgehört zu schlagen. Sie reanimieren dich eine Stunde lang. Du bist stark, du kämpfst. Du schaffst es noch einmal dem Tod von der Schippe zu springen.
Sie legen dich in ein künstliches Koma, du kommst auf die Intensivstation. Wir sind alle da. Wir halten deine Hände. Reden mit dir. Für ein paar Stunden scheint es dir wieder besser zu gehen.
Je näher die Nacht rückt, umso schlechter geht es dir. Am Morgen des 29. Dezember 2010 sind deine Frau und deine Töchter bei dir. Sie wollen nur noch bei dir sein. Sie halten deine Hände. Du scheinst nochmal zu lächeln und die Hände zu drücken, als du dann um 10.45 Uhr einschläfst. Woran du gestorben bist, ist jetzt egal.
Gestern war deine Beisetzung. Es war für alle der wohl schwerste Gang des Jahres. Das gesamte Dorf, in dem du gewohnst hast, schien in Trauerstimmung zu sein und zu deiner Beisetzung kamen über 200 Leute. Jeder mochte dich. Dein ruhiges und freundliches Wesen wird für immer in Erinnerung bleiben und ein Vorbild sein.
Es ist noch so unwirklich. Du warst immer da. Immer da wenn wir dich brauchten. Jetzt bist du weg. Doch in unserer Erinnerung lebst du für immer weiter. Du warst der allerbeste Opa, den man sich vorstellen kann.
Opa, ich vermisse dich.

Hallo. Ich bin Morten, Jahrgang 1986, wohne in Schwerin und mache beruflich etwas mit Menschen. Hier werden Sachen und Dinge seit 2009 geschrieben. Meine Freizeit verbringe gerne in Bars, am Strand, auf Wiesen, an Seen, in Kinos und auf Tanzflächen.
Herzliches Beileid!
Hart. Herzliches Beileid.
Mein Beileid :/ Vor einem Jahr ging meine Großmutter ganz ähnlich.
@buntklicker.de: Danke
@Der Domme: Auch dir, danke
@Swen: Danke, vielleicht wäre es bei ihm anders erlaufen wenn die Weihnachtliche Notbesetzung nicht gewesen wäre…
dein opa lebt immer noch in euren herzen, in herzen aller menschen die ihn gekannt haben.
Mein nachträgliches Beileid. Wobei, nachträglich klingt auch do… Michel, sei still.
Mein Beileid.