sag hallo zur schönen, neuen Welt. (1)

Es war 2008/2009/2010 als sich die Politik ins Internet einmischte und gleichzeitig den Abbau der Grundrechte begann. Viele haben sich von den falschen Statements der Politker einwickeln lassen, sie hatten ja immer so gute Begründungen. 10 Jahre später sind alle schlauer und niemand hätte sich ausmalen können, wie weit der Vorstoß der Poltik wirklich gehen würde.

Zensursula. Damals fanden wir es witzig. Was danach aber auf uns zu kam, war alles andere als witzig. Das Netzsperren-Gesetz wurde nach seiner befristeten Einführung zwar nicht verlängert, aber die Überwachungsschlinge zog sich trotzdem immer weiter zu.

2011 kam zuerst das Internet dran. Es war den Politikern schon lange ein Dorn im Auge. Mitte 2011 wurde der Internetjugendschutz eingeführt. Ich kann mich noch daran erinnern, wie eine kleine Partei dieses Vorgehen kommentierte: Zensur unter den Deckmantel des Jugendschutzes. Nach der Einführung wurden Texte, Bilder, ganze Sites und Blogs wegzensiert. Sogar Suchmaschinen mussten einen speziellen Filter einbauen. Das waren aber nur Kleinigkeiten, im Gegensatz zu dem, was noch kam.

Ein Jahr später hatten pfiffige Leute einen Weg gefunden, diese Sperren zu umgehen. Dem Internet waren wirde alle Türen geöffnet. Aber nicht für lange. In einem Schnellverfahren wurde die Einführung der Staats-E-Mails beschlossen und innerhalb von einer Woche hatte jeder Bürger eine und dem Internet wurde ein Riegel vorgeschoben. Um diesen zu öffnen, musste man sich mit seiner Staats-E-Mail anmelden. Niemand wusste aber, dass danach alles gespeichert wurde. Welche Sites man aufrief oder versuchte aufzurufen, welches Video man wann schaute, welches Bild man sich anguckte, welche Dateien man von wo runterlud und sämtliche andere Aktionen.

Wir dachten jetzt wäre es vorbei. Sie hatten was sie wollten. Sie hatten unser Internet. Konnten wir jetzt in Ruhe leben? Nein. Es war nur der Anfang. Das Briefgeheimnis wurde wegen dem Terrorkampf außer Kraft gesetzt. Es wurde eine ständige Telefon- und Handyüberwachung eingeführt. Sie hängten überall Kameras auf. Offiziell um Verkehrssünder schneller aufzuspüren. Niemand glaubte ihnen. Zu oft hatten sie uns belogen. Niemand konnte sich mehr sicher sein, ob es die Überwachung nicht schon in seine Wohnung oder sein Haus geschafft hat. Die Angst war allgegenwertig.

Nun ist es 2020. Jeder wird ständig überwacht. Mittlerweile verschwinden sogar Leute. Sie haben sich negativ über den Staat und seiner Methoden geäußert. Öffentlich. Nächsten Tag waren sie verschwunden. Ihre Wohnungen waren leer und es war, als hätten sie nie existiert. Die Angst machte uns lange Zeit unmächtig.

Doch unter der Angst wuchsen Hass und Mut. Hass auf das System, Mut es zu ändern. Über Mundpropaganda wurde unter einigen, vertrauensvollen Personen bekannt, dass sich im Untergrund eine Bewegung gebildet hat. Sie hat sich zum Ziel gesetzt das System zu stürzen. Ein fast aussichtsloses Ziel, da die Überwachung abgeschlossen ist und jeder überall irgendwie überwacht wird. Wird es ihnen gelingen?

… to be continued

26. Januar 2010 by Morten | Schlagwörter: , , ,

F**k yeah! 2 sagten etwas!

  1. herzlich willkommen, herzlich willkommen …

    Muss mal 1984 weiterlesen, möchte wissen was noch auf uns zukommt oO

    • Uh, da kommen noch schöne Sachen auf uns zu